Vier MdB für den IC Berlin-Amsterdam

Vier SPD-Bundestagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen setzen sich für eine bessere Anbindung auf der IC-Strecke Berlin-Amsterdam ein, die durch ihre Wahlkreise führt. Die Mitglieder des Bundestages (MdB) Dr. Daniela De Ridder, MdB (Emsland und Grafschaft Bentheim), Ursula Schulte, MdB (Borken), Marina Kermer, MdB (Altmark) und Jürgen Coße, MdB (Steinfurt) wenden sich in einem gemeinsamen Brief an die Deutsche Bahn. Zugverspätungen, Ausfälle der Klimaanlagen und Heizungen sowie fehlende Barrierefreiheit an den Bahnhöfen auf der wichtigen Ost-West-Magistrale sind eine Belastung für die Fahrgäste.
Ulla Schulte, Jürgen Coße, Dr. Daniela De Ridder und Marina Kermer

v.l.n.r.: Ulla Schulte, Jürgen Coße, Dr. Daniela De Ridder und Marina Kermer

Die vier Abgeordneten sehen unter anderem den schlechten Betriebszustand der Züge kritisch. Neue Bahnen sollen aber bisher erst im Jahr 2023 eingesetzt werden – deutlich zu spät. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn will das Quartett eine Qualitätsverbesserung erreichen.

Die Abgeordnete Marina Kermer sieht den Wirtschaftsstandort Altmark massiv benachteiligt. „Stendal hat den einzigen Fernbahnhof im Norden Sachsen-Anhalts. Das Pendleraufkommen ist sehr groß. Fast 30% der Beschäftigten im Landkreis Stendal arbeiten auswärts. Über 1.500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pendeln nach Berlin, Hannover oder Wolfsburg. Barrierefreiheit ist in weiter Ferne, erst 2021 sollen Aufzüge eingebaut werden. Ohne den regelmäßigen, zuverlässigen IC-Anschluss verliert der Stendaler Bahnhof weiter an Attraktivität“, so Marina Kermer, MdB.

„Die Altmark lebt auch von Tourismus. Die regelmäßige Verbindung von den Niederlanden bis in die Bundeshauptstadt bringt viele Urlaubsgäste nach Stendal. Auch die Anschlüsse an die Flughäfen in Berlin und Hannover müssen pünktlich erreicht werden“, fordert die Bundestagsabgeordnete.

Hier können Sie den Brief als PDF herunterladen.