PPP – Parlamentarisches Patenschafts-Programm

Einmalige Chance für junge Menschen

Das Parlamentarische-Patenschafts-Programm (PPP) ermöglicht seit 1983 jährlich 285 Schülerinnen und Schüler sowie 75 jungen Berufstätigen die Möglichkeit, mit einem Stipendium des Deutschen Bundestages ein Austauschjahr in den USA zu erleben. Zur selben Zeit besuchen 350 junge US-Amerikaner in Rahmen eines Austauschjahrs Deutschland.

Das PPP ist ein gemeinsames Programm des Deutschen Bundestages und des US-Congress. Die Schirmherrschaft hat der Bundestagspräsident.

Grafik: Deutscher Bundestag / GIZ
Grafik: Deutscher Bundestag / GIZ

Derzeit läuft die Ausschreibung für das Schuljahr 2018/2019 bis zum 15. September 2017.

Schülerinnen und Schüler können sich hier bewerben.

Junge Berufstätige können sich hier bewerben.

Erfahrungsbericht

Marina Kermer hat im Rahmen dieses Programms im Jahr 2014/2015 die Patenschaft für Jessika Schüler übernommen. Von den 30 TeilnehmerInnen war sie die Jüngste.

August 2015:

Am 3. Juli 2015 endete mein Austauschjahr in Kalifornien. Da mein Visum abgelaufen war, musste ich das Land leider verlassen. In den letzten Wochen habe ich viel über meine Zeit in den USA nachgedacht – alles was ich sagen kann ist: DANKE!!! Danke für alles!

Vielen Dank für Ihre Geduld, die die Menschen um mich herum mit mir hatten, wenn ich immer und immer wieder das gleiche Wort falsch ausgesprochen habe. Danke, dass ihr für mich da wart, wenn die Dinge mal nicht so gut liefen. Vielen Dank für Eure Hilfe auf dem Campus. Danke, dass Ihr über meine Witze gelacht habt. Und vielen Dank dafür, dass ich mit Euch allen gemeinsam so viel erleben konnte: viele wirklich tolle Kartenspiele am Strand, im Park und überall. Vielen Dank für den ganzen Spaß, den wir zusammen hatten!

11755209_10154486146281980_5281241416740055234_nDanke, dass Ihr mit mir quer durch die Vereinigten Staaten gereist seid und mir so viele unglaubliche Orte gezeigt habt. Danke, dass ihr mir eine Schwester, eine Familie und ein guter Freund geworden seid. Danke für alles! Es gibt so viele Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. Ich vermisse meine zweite Heimat. Ich werde wieder kommen so schnell wie möglich. Ich liebe Euch alle!

Und natürlich auch herzlichen Dank an Dich, Marina! Du hast mir dieses Erlebnis ermöglicht.

 

Bis bald, Eure Jessi

Mai 2015:

Wow! In knapp 2 Monaten werde ich Kaliforneien schon wieder verlassen – das ist echt krass! Diese tolle Zeit hier ging so super schnell vorbei – Wahnsinn!3

Ich möchte mich bei jedem bedanken, der mir diese unglaublichen Erfahrungen hier in Amerika ermöglicht hat – danke liebe Marina! Und auch all den Menschen, die ich während meiner Zeit hier kennengelernt habe und die mein Jahr einfach unvergesslich gemacht haben! Ich habe hier so viele tolle Menschen getroffen, die ich nach meiner Rückkehr mit Sicherheit schmerzlich vermissen werde. Freunde, Ihre seid klasse!!!

Ich werde die Zeit, die mir noch bleibt, mit meinen Freuden hier richtig intensiv genießen! Auf geht´s und liebe Grüße nach Deutschland!

Eure Jessi

Dezember 2014:

„Mit großer Freude habe ich den ersten Erlebnisbericht von Jessika aus den Vereinigten Staaten erhalten. Für alle Freunde und Bekannte kann ich ihn auf meiner Homepage nun präsentieren. Viel Spaß beim Lesen. Die auf meiner Seite „Kontakte“ eingehenden Grüße an Jessika leite ich gerne weiter“, versichert Marina Kermer.

Brief von Jessika Schüler aus Kalifornien

Foto 2„Die Zeit fliegt! Seit fast vier Monaten lebe ich nun schon in den USA. Am 13.08.2014 habe ich mich in Frankfurt mit vielen anderen Austauschschülern ins Flugzeug nach Los Angeles, Kalifornien, gesetzt. Nach qualvollen 11 Stunden sind wir endlich angekommen. Wir konnten es wirklich nicht glauben, dass unser Traum, ein Jahr in den USA zu verbringen, endlich wahr wird.2014_12_19_PPP_Jessika_Schüler

Als Einzige aus meiner Gruppe durfte ich eine Nacht in L.A. verbringen, um dann am nächsten Tag weiter zu reisen. Dank der 9 Stunden Zeitverschiebung sind meine Zimmergenossin aus Österreich und ich um drei Uhr morgens aufgewacht…Später hat uns ein Shuttle wieder zum Flughafen gebracht und wir traten unsere letzte Etappe der langen Reise an. Von L.A. ging es nach San Francisco und von da aus in einem sehr kleinen Flugzeug weiter nach Eureka. Meine Gastfamilie erwartete mich mit einem großen Plakat und Luftballons. Ich war sehr aufgeregt sie zu treffen, was sich aber später als ziemlich überflüssig herausgestellt hat. Dann haben wir mit der ganzen Familie im “Tony’s”, einem Restaurant, einen typisch amerikanischen Hamburger genossen. Der war wirklich sehr lecker! Total übermüdet und fertig von der langen Reise bin ich abends einfach nur noch ins Bett gefallen.

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Am nächsten Tag ging auch schon die Schule los! Ich besuche die “Academy of the Redwoods”, die sich auf dem College Campus des “College of the Redwoods” befindet. Die Lehrer sind alle super nett. Die Schule hat nur ungefähr 180 Schüler, das erleichtert es mir Freunde zu finden! Ich kenne mittlerweile schon viele Leute und merke, wie sich langsam Freundschaften entwickeln. Durch das Englisch-Sprechen und das dauernde Übersetzen bin ich immer noch sehr müde, besonders unter der Woche. Ich verstehe so gut wie alles, jedoch ist es in Mathe manchmal sehr schwer dem Lehrer zu folgen, weil mir einfach das Vokabular fehlt.

Letztes Wochenende habe ich mit ein paar anderen Austauschschülern einen Campingtrip in die Wälder der riesigen Redwood-Trees unternommen. Es hat super viel Spaß gemacht, jedoch taten meine Muskeln am Ende des Tages sehr weh, denn wir sind an einem Tag 11 Meilen (18 km) zum Fern-Canyon gewandert. Außerdem waren wir an Stränden und haben viele Tiere gesehen, die es in Deutschland nicht gibt.

Mit meiner Gastfamilie komme ich sehr gut klar! Es fühlt sich so an, als würden wir uns schon ewig kennen. Meine Gastschwester Molly und ich teilen uns ein Zimmer und haben immer viel zu lachen. Nicht zu vergessen sind die Pferde der Familie! Sie sind sehr süß und ich bin sie schon geritten. Doch, das Beste was mir je passieren konnte, war ein “eigenes” Pferd. Und dieser Traum ist wahr geworden. Eine Bekannte der Familie braucht jemanden, der ihr Pferd reitet und ich bin nun diejenige, die das Glück hat. Seit dem ich angekommen bin, reite ich mindestens fünfmal die Woche, und das ist nun wirklich das Beste, was mir je passieren konnte!

 Liebe Grüße aus den USA,

Jessika“

„Ich freue mich sehr, dass Jessika sich so wohl fühlt und all diese aufregenden und prägenden Dinge erleben kann“, unterstreicht Marina Kermer. „Ich kann jedem jungen Menschen nur raten, solche Gelegenheiten zu nutzen und seinen Horizont mit einem Auslandsaufenthalt zu erweitern.“