Politik zum Anfassen und Mitmachen-Marina Kermer und Arne Lietz beim EU-Projekttag

2017_05_24_Foto Marina Kermer BBS Stendal

Am 22. Mai findet jährlich der EU-Projekttag statt. An diesem Tag werden überall in Europa Projekttage an Schulen, Hochschulen und in Kommunen durchgeführt, die sich mit den Errungenschaften und Herausforderungen der Europäischen Union befassen. Im Rahmen des diesjährigen EU-Projekttages besuchte die altmärkische Bundestagsabgeordnete Marina Kermer zunächst die Berufsbildende Schule in Stendal und anschließend ein Worldcafé im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Stendal. Gemeinsam mit Arne Lietz, Mitglied des Europäischen Parlamentes, standen sie den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort.

Das besondere an einem Worldcafé ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen und Anliegen loswerden können. Sie werden selber zu Programmmachern und sind nicht nur Konsumenten von Informationen.

Auch für den Europaabgeordneten Arne Lietz war der Tag ein voller Erfolg: „Politik lebt von Bürgerinnen und Bürgern, die sich einbringen, die politischen Institutionen kennen und auch wählen gehen. Ich bin erfreut über die guten Kenntnisse und das große Interesse an der Europapolitik der Schülerinnen und Schüler in Stendal. Genau solche Menschen braucht unser Kontinent, um sich dem wachsenden gefährlichen Nationalismus entgegenzustellen!“

Die Themen der Schülerinnen und Schüler waren dabei höchst unterschiedlich. Vom Brexit über die Freigabe von Cannabis bis hin zu Zollbeschränkungen für Versandapothekenprodukten wurden viele Themen diskutiert. Auch stellen die Jugendlichen deutliche Forderungen an die Politik. Es brauche, auch in der Altmark, schnelles Internet und ein vernünftiges ÖPNV-Netz. Schließlich könne es nicht sein, dass man auf dem Dorf als junger Mensch völlig abgeschlossen von der Außenwelt leben müsse.2017_05_24_ Foto Marina Kermer Hildebrand-Gymnasium SDL

 

„Der EU-Projekttag in der Altmark war für mich ein voller Erfolg. Natürlich haben junge Menschen eine Meinung dazu, in was für einem Land sie leben wollen. Und: Bei allen Problemen sind sie froh Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zu sein. Gemeinsam waren wir uns einig. Politik ist keine Einbahnstraße und sowohl die Politik als auch die Bürgerinnen und Bürger müssen miteinander reden, gemeinsam Politik gestalten und als Team Forderungen durchsetzen. Gerade der Austausch mit der Jugend, die unser aller Zukunft ist, stimmt mich optimistisch. Von Politikverdrossenheit habe ich jedenfalls heute nichts gespürt! Für mich ist es enorm wichtig, dass wir die Jugend in der Altmark halten können – dafür braucht es eine innovative und nach vorne gerichtete Politik. Dabei müssen wir alle an einem Strang ziehen“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Marina Kermer begeistert.