Marina Kermer, MdB zum Frauentag: „Die Lohnlücke schließt sich nicht von allein. Es braucht gesetzliche Maßnahmen.“

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Ein Tag, der die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten alljährlich im Kampf für die Gleichstellung der Geschlechter bestärkt. Die Bundestagsabgeordnete Marina Kermer ist sich sicher, dass in diesem Jahr ein wichtiges Signal vom Entgelttransparenzgesetz aus geht, das noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden soll.

„Gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit? – Das klingt logisch, ist aber bei weitem nicht der Fall“, so Marina Kermer. Nach wie vor liegen die durchschnittlichen Bruttostundenlöhne von Frauen in Deutschland um 21 Prozent niedriger als die von Männern. „Das ist ungerecht und beschämend“, empört sich Marina Kermer. Für sie steht fest: „Um die Lohnlücke endlich zu schließen, braucht es offenbar gesetzliche Maßnahmen. Deshalb werden wir den Gesetzentwurf, den Bundesministerin Manuela Schwesig nach harten Verhandlungen im Koalitionsausschuss vorgelegt hat, jetzt im Parlament beraten.“ Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten ein individueller Auskunftsanspruch eingeführt werden soll. Damit erhielten bis zu 14 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Recht zu erfahren, wie sie im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen, die einer gleichen oder gleichwertigen Tätigkeit nachgehen, bezahlt werden.

Ebenso sollen private Arbeitgeber mit über 500 Beschäftigten zukünftig dazu aufgefordert werden, regelmäßig ihre Löhne auf die Einhaltung der Entgeltgleichheit im Betrieb zu überprüfen.
Berichtspflichtige Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten müssten auch künftig regelmäßig über den Stand der Gleichstellung und der Entgeltgleichheit berichten.
Marina Kermer weiß um die Rückendeckung der Bürgerinnen und Bürger: „Über 80 Prozent der Bevölkerung finden den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern empörend und ungerecht.“ Transparenz in den Unternehmen herzustellen sei eine Grundvoraussetzung für die Bekämpfung von Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts. Denn viele Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer wüssten nicht, dass sie schlechter bezahlt werden als ihre Kollegen beziehungsweise ihre Kolleginnen, führt Marina Kermer aus. „Sie mit einem individuellen Auskunftsrecht auszustatten und die Unternehmen durch dieses Gesetz in die Pflicht zu nehmen, ist ein wichtiges Signal und ein gelungener Auftakt für weitere gesetzliche Initiativen in der nächsten Legislaturperiode.“

16996068_10156903157446980_3157927827706988536_n