Marina Kermer: „Gesundheit der Kinder und Jugendlichen liegt mir besonders am Herzen“

2017_04_21_Marina Kermer DAK-Jurysitzung MD

Seit dem 18. April 2017 stehen die Preisträger des DAK-Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ in Sachsen-Anhalt fest.

Als Schirmherrin unterstützt die Bundestagsabgeordnete Marina Kermer, Mitglied im Gesundheitsausschuss, die Kampagne in Sachsen-Anhalt. Seit nunmehr acht Jahren findet der Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ in Sachsen-Anhalt statt. Björn Schönberg, Leiter des Regionalzentrums Sachsen-Anhalt der DAK-Gesundheit organisiert und begleitet die Kampagne zur Alkoholprävention mit hohem Engagement. Ramona Kann, Leiterin der DAK-Gesundheit Landesvertretung Sachsen-Anhalt informiert: „Seit dem Jahr 2010 beteiligten sich 80.000 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 17 Jahre bundesweit. Allein in diesem Jahr reichten 519 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 265 Plakate in Sachsen-Anhalt ein. Mit dabei waren auch 41 Bilder von 71 Schülerinnen und Schüler der Salzwedeler Comeniusschule und der Lessing-Ganztagsschule. Für uns als DAK-Gesundheit, eine große Herausforderung hieraus die besten 30 Plakate auszuwählen. Die ersten drei Plätze sind nun durch die Jury zu nominieren.“ Die Jury bildeten Schirmherrin Marina Kermer, MdB, Claudia Reich-Becker Referatsleiterin im Ministerium für Arbeit und Soziales, Jana Valentin von der Drogenberatungsstelle DROG Magdeburg und Helga Meeßen-Hühne, Landesstelle für Suchtfragen Sachsen-Anhalt sowie die drei Preisträger des Jahres 2016 Theresa Andersch, Florian Bauer und Niels Reinhardt in Begleitung von Sebastian Dogs, Schulsozialarbeiter der Ganztagsschule Zoberburg Dessau-Roßlau.

„Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen sind ein gesellschaftliches Problem. Da darf man nicht wegsehen. Gerade wir Erwachsende tragen eine große Verantwortung zur Aufklärung und Hilfe unserer Kinder. Eltern und enge Bezugspersonen haben eine wichtige Vorbildrolle, damit Sucht und gesundheitsschädigende Verhaltensweisen nicht in die nächste Generation vererbt werden. Mit dem Plakatwettbewerb hat die DAK- Gesundheit einen niedrigschwelligen und zeitgemäßen Weg gewählt, um das Problembewusstsein bei Jugendlichen direkt und präventiv zu erhöhen“ betont Marina Kermer, MdB.

„Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehöre zum Feiern unbedingt dazu, um Spaß haben zu können. Deshalb zielt die Kampagne „bunt statt blau“ auf den offenen Umgang mit dem Thema Alkoholmissbrauch und Rauschtrinken ab. Die jungen Künstler werden zu Botschafter für die eigene, junge Generation“, so Björn Schönberg.

Die ersten drei Plätze wurden durch die Jury in Sachsen-Anhalt nahezu einvernehmlich nominiert. Wer den ersten Platz erreicht hat und nun in die bundesweite Bewertung mit einbezogen wird noch nicht verraten, weil dies durch persönliche Gratulation vor Ort im Mai oder Juni preisgegeben werden soll. Es bleibt noch spannend.

In Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2015 laut Statistischem Landesamt ca. 500 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in Krankenhäusern behandelt. Im Vergleich zum Vorjahr sechs Prozent mehr. Hierbei handelt es sich um Extremfälle. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und Drogenbericht 2016 der Bundesregierung sinkt der Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen seit 2007 stetig. Das ist ein gutes Zeichen. Präventionsmaßnahmen wirken. Grund dafür, jedes Kind in seiner Entwicklung eines gesundes Alkoholkonsum zu begleiten: durch Eltern, Lehrkräfte, Ausbilder, Trainerinnen und Trainer im Sportverein und andere Bezugspersonen.

„Mir liegt das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen als Gesundheitspolitikerin besonders am Herzen. Dazu gehört insbesondere die stärkere Unterstützung von Kindern aus Suchtfamilien, zum Beispiel durch gezielte Weiterbildung der pädagogischen Lehrkräfte in den Kita und den Schulen. Denn diese jungen Menschen dürfen nicht stigmatisiert werden. Hier sind wir als Gesellschaft besonders gefordert“, betont Marina Kermer zum Abschluss und bedankt sich bei allen Anwesenden stellvertretend für alle Unterstützerinnen und Unterstützern der Kampagne „bunt statt blau“ im Land Sachsen-Anhalt.

Foto (v.l.n.r.): Ramona Kann, Björn Schönberg, Claudia Reich-Becker, Marina Kermer, MdB, Helga Meeßen-Hühne, Jana Valentin, Florian Bauer, Theresa Andersch, Sebastian Dogs und Niels Reinhardt