“Lärmschutz ist nicht nur Verkehrs-, sondern auch Gesundheitspolitik!”

Am 02. August 2017 lud die SPD-Bundestagsabgeordnete Marina Kermer zu einer Einwohnerversammlung in den Stendaler Ortsteil Wahrburg ein. Als Expertin hatte sie Kirsten Lühmann, MdB, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn (DB) AG, an ihrer Seite, um mit den Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Lärmschutz an der Eisenbahnstrecke ins Gespräch zu kommen.
„Lärmschutz hat viele Facetten. So ist es eine gemeinsame Aufgabe für uns als Verkehrs- und Gesundheitspolitikerinnen, weil nicht nur die Lebensqualität leidet, sondern auch die Gesundheit und das Wohneigentum“, so Kirsten Lühmann, MdB.

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Die Deutsche Bahn informiert derzeit über den geplanten zweigleisigen Ausbau der „Amerika-Linie“ Uelzen-Stendal in den Jahren 2025 bis 2028. In Zuge dessen werden auch der Personen- und insbesondere der Güterverkehr am Wahrburger Streckenabschnitt zunehmen. Hier treffen die Gleise von Uelzen und Wittenberge auf die vielbefahrene Schnellstrecke nach Hannover. Bereits heute werden sehr hohe Lärmbelastungen gemessen. Erlaubt sind in reinen Wohngebieten nur 59 dB (tagsüber) bis 49 dB in der Nacht.

„Kirsten Lühmann ist Bundestagsabgeordnete in unserem Nachbarwahlkreis Uelzen. Beide Wahlkreise sind vom Ausbau der Amerika-Linie betroffen. Der lärmschutzgerechte Ausbau ist für uns gemeinsam ein wichtiges Anliegen“, sagte Marina Kermer, MdB.
Auf Grund der hohen Lärmbelastung hatten Ortsbürgermeisterin Carola Radke und Reinhard Weis, MdB a.D. und stellvertretender Vorsitzender des Stadtrates Stendal, Marina Kermer, MdB um Unterstützung gebeten. Denn anfänglich hieß es, als Bestandsstrecke hätten die Wahrburger keinen zusätzlichen Anspruch auf Lärmschutz.

Beide Abgeordnete bekräftigten, sich auch nach der nächsten Bundestagswahl weiterhin für einen sachgerechten Lärmschutz in Berlin stark zu machen.

Dass beide eine gute Zusammenarbeit pflegen, bewiesen die beiden SPD-Abgeordneten im Jahr 2016 im Vorfeld des Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030, für den Weiterbau der A14 und den Ortsumgehungen der B71 und der B188, Im BVWP 2030 wurden ebenso für den gesamten Abschnitt Uelzen-Stendal moderne Lärmschutzstandards festgelegt. Nun gilt es auch für den Abschnitt Wahrburg zu prüfen, ob die gesetzlichen Rahmenbedingungen passen.

„Wir sind vor Ort, um mit den Menschen ehrlich nach Lösungen zu suchen. Der Bund und die Deutsche Bahn sind für den Lärmschutz an der Eisenbahnstrecke verantwortlich. Im Zuge der Bauplanung sollen die Forderungen aus Wahrburg Gehör finden. Die Anliegen der Einwohnerinnen und Einwohnern nehmen wir ernst. Es bleibt zu prüfen, ob die Regelungen für die nächsten Jahre ausreichend sind. Wir bleiben im Gespräch“, bedankte sich Marina Kermer, MdB am Abend.

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