Durchbruch für mehr Pflegepersonal in Krankenhäusern

Pflegepersonaluntergrenzen werden die Pflegequalität für die Patienten verbessern und die Pflegerinnen und Pfleger vor Überlastung schützen

„Am 01.06.2017 hat der Bundestag die Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhäusern beschlossen. Das ist eine historische Entscheidung für mehr Pflegepersonal“, so Marina Kermer, MdB als Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für die stationäre Versorgung.

Ab 01. Januar 2019 wird es für pflegesensitive Bereiche Pflegepersonaluntergrenzen geben. Das bedeutet, dass in bestimmten Abteilungen oder Stationen ein festes Verhältnis zwischen der Anzahl der Pflegekräfte und der Anzahl der Patientinnen und Patienten bestehen muss, die sie betreuen. Damit dürfen die Verhältniszahlen von Pflegekraft pro Patienten pro Schicht nicht unterschritten werden.

“Die Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen ist ein Meilenstein zur Verbesserung der Situation der Pflegekräfte. Darauf haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten lange Jahre hingearbeitet. Wir haben uns mit vielen Expertinnen und Experten beraten und mit den Pflegerinnen und Pflegern in den Krankenhäusern gesprochen. Mit der heutigen gesetzlichen Regelung zu Pflegepersonaluntergrenzen sind wir einen wichtigen ersten Schritt für den Einsatz von mehr Pflegepersonal vorangekommen. Hier wollen wir in der nächsten Legislaturperiode ansetzen, hin zu einer umfassenden Personalbemessung in Krankenhäusern“, so das Fazit von Marina Kermer, MdB