Die Digitalisierung in der Altmark gestalten

Die digitale Industrierevolution wird unsere Arbeitswelt nachhaltig verändern, deshalb müssen wir sie gestalten. Das war das übereinstimmende Fazit von Podium und Publikum der Diskussionsveranstaltung „Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft 4.0 – Wie verändert Digitalisierung unser Leben“ am 5. Mai 2017 in der „Alten Münze“ in Salzwedel.

2017_05_10_ FvO Digitalisierung Referenten

Bundestagsabgeordnete Marina Kermer und der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, luden dazu Expertinnen und Experten in eigener Sache auf das Podium: Renate Meidt, Geschäftsführerin der Logistic Services GmbH Kläden, Stefan Korneck, Geschäftsführer scm solar & energie GmbH Pretzier und Kerstin Klieckmann, Vorsitzende des Betriebsrates der Sofidel GmbH Arneburg.

Für Marina Kermer sind Wirtschaft und Arbeit 4.0 ein Schlüssel für Vollbeschäftigung, kostenfreie Bildung, medizinische Versorgung und ein sorgenfreies Leben im Alltag für ältere Menschen. „Die Digitalisierung ist eine große Chance für die Altmark, die wir gestalten müssen“, sagte die Abgeordnete. Es darf nicht sein, dass etwa junge Menschen in der Prüfungsvorbereitung keinen Zugang zu digitalen Lernmaterialen hätten, weil im Dorf kein schneller Internetanschluss vorhanden ist. Diesen Fall sprach ein junger Gast aus der westlichen Altmark an, der in seinen Abiturvorbereitungen behindert wurde.

Für Hubert Heil, MdB geht eine Digitalisierung nur mit einem guten Breitbandausbau– gerade im ländlichen Raum. „Wir wollen, dass der digitale Wandel für zukunftsfähige Arbeitsplätze in allen Regionen Deutschland genutzt wird. Deshalb will die SPD vor allem kleine und mittelständische Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung gezielt unterstützen“, blickte Hubertus Heil in die Zukunft.

Stefan Korneck verwies auf die enorme Bedeutung des Internets in der heutigen Arbeitswelt und will sich auch in Zukunft für ein Zusammenwachsen der Energiewende und der Digitalisierung stark machen. Renate Meidt gab den Zuhörern einen spannenden Einblick in die rasanten Veränderungen der Logistikbranche. Kerstin Klieckmann warb dafür, bei Veränderungen durch die Digitalisierung die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer frühzeitig zu informieren und zu beteiligen. Mit den Betriebsräten könnten etwa Weiterbildungen und Qualifizierungen in den betroffenen Arbeitsbereichen vereinbart werden.

„Wir wollen auch die Arbeitswelt 4.0 sozial gestalten. Gemeinsam mit Arbeitgebern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt es bereits jetzt, die verändernden Produktionsweisen rechtzeitig vorzubereiten. Niemand muss Angst vor der digitalen Zukunft haben“, sagte Marina Kermer abschließend.

2017_05_10_FvO Digitalisierung Marina Kermer