Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks in Fischbeck

Am 14.08.2017 besuchte Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Marina Kermer Fischbeck. Eingeladen waren Verantwortungsträger, um sich über Hochwasserschutz und Katastrophenhilfe auszutauschen, mit den Erfahrungen vom Jahrhunderthochwasser 2013 und mit Blick auf den Schutz vor zukünftigen Katastrophen.IMG_0927

Als damals verantwortliche Koordinatoren waren unter anderem Manfred Metzger, Landesbeauftragter des THW Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin, Oberst Claus Körbi, ehemaliger Kommandeur im Landeskommando Sachsen-Anhalt, heutiger Kommandeur im Landeskommando in Bremen, Frank Latuske, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Stendal, Dr. Ringhard Friedrich, Brandmeister des Kreises Stendal, Susanna Erbring, Abteilungsleiterin Beratende Dienste und Gefährdetenhilfe der Caritas und Bernd Witt, Verbandsgemeindebürgermeister Elbe-Havel-Land a.D. die Veranstaltung bereichern. Von Seiten der aktiven Politik unterstützten Verbandsgemeindebürgermeisterin Steffi Friedebold und der Fischbecker Bürgermeister Bodo Ladwig, die sich noch einmal bei allen Akteuren für die geleistete Hilfe bedankten.

Eindrucksvoll schilderten die Gäste bezogen auf ihren jeweiligen Verantwortungsbereich ihr Erleben der Elbeflut 2013 und die von ihnen daraus abgeleiteten Schlüsse für die Zukunft. „Sie haben mich sehr beeindruckt und mir ein neues, anschauliches Bild auf den Deichbruch 2013 gegeben!“, so Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks anerkennend. Alle Anwesenden waren sich einig, dass der Ernstfall stets und ständig geübt werden muss. Es brauche einen verbindlichen Plan für den Katastrophenfall und eine unkomplizierte, unbürokratische Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure. Wichtig war allen auch, dass mit dem Rückzug des Wassers, sich nicht auch die Hilfe für die Menschen zurückziehen dürfe. Deshalb war es richtig und gut, dass neben den finanziellen Hilfen, die therapeutische Unterstützung der Flutopfer bis Ende 2016 fortgeführt wurde.

Mit großer Anerkennung wurde das Engagement von Dr. Barbara Hendricks gewürdigt. Seit ihrer Amtsübernahme im Jahre 2013 hat es enorme Fortschritte zum Hochwasserschutz gegeben. Nicht zuletzt mit dem Hochwasserschutzgesetz II, das der Deutsche Bundestag noch vor der Sommerpause beschlossen hat.
Nach dem Gespräch besuchten die Akteure den damals in Fischbeck gebrochenen Deich. Dort wurde das Ausmaß des Vorhabens sehr deutlich und ebenso, dass noch eine Menge Arbeit zu tun bleibt.

„Katastrophen kündigen sich in Zeiten des Klimawandels nicht langfristig an, sondern kommen plötzlich mit zerstörerischer Gewalt über uns. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Vorsorge gegen Hochwasser deutlich vorantreiben. Die Spuren des Jahrhunderthochwassers sind zwar nicht mehr allgegenwärtig, aber die Gefahr neuer umfangreicher Überflutungen muss gebannt werden. Ich bin sehr froh, dass der Hochwasserschutz im Hause von Bundesumwelt- und Bauministerin Dr. Barbara Hendricks eine hohe Priorität besitzt. Neben den baulichen Maßnahmen ist es wichtig, dass der Ernstfall von den Einsatzkräften fortwährend geprobt wird, die Kommunikations- und Einsatzführungsstrukturen einwandfrei geklärt und die Katastrophenschutzpläne weiterentwickelt werden. Nur, wenn der Bund, die Länder und Kommunen Hand in Hand miteinander arbeiten, kann eine erneute Elbeflut verhindert werden. Ich werde mich im Deutschen Bundestag weiterhin dafür einsetzen, den Hochwasserschutz oben auf der Agenda zu halten.“ erklärt die Bundestagsabgeordnete Marina Kermer.